SCCM 2007 und die Zukunft

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SCCM 2007 und die Zukunft

Beitragvon Sgern am 20 Okt 2009, 15:46

Hallo,

was denkt Ihr macht es Sinn die App-V Infrastruktur fest in SCCM zu integrieren? Sprich dass es keine App-V Server mehr mehr gibt?

Schönen Gruß

Sebastian Gernert
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Re: SCCM 2007 und die Zukunft

Beitragvon N.Luedemann am 20 Okt 2009, 17:50

Hallo zusammen,

aus meiner Sicht nicht... die Begründung ist relativ pragmatisch und einfach: Weil viele (insb. kleinere) Kunden, die App-V einsetzen, vor einer Investition in SCCM zurückschrecken... Oftmals ist - zumindest bei uns in Deutschland und im Mittelstand - das Thema des MDOP schon ein recht schwieriges und durch eine feste Bindung an den SCCM würde dies weiter verschlimmert.

Natürlich könnte man technologisch argumentieren "wenn man es schon macht, dann aber richtig", aber aus meiner Sicht wäre dann nur ein Ergebnis, dass Großunternehmen (Enterprise) und "Kleinkunden" (SMB) technologisch (und IT-strategisch) noch weiter auseinander driften als dies heute oftmals schon der Fall ist...

Oder was meint Ihr dazu?

Gruss,
Nico
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Re: SCCM 2007 und die Zukunft

Beitragvon Kirk am 21 Okt 2009, 16:57

Hi,

ich stimme Nico zu, dass App-V durchaus als "taktische" Lösung einsetzbar ist (in "überschaubaren" Umgebungen) einsetzbar ist, wohuingegen SCCM definitiv eine strategische Lösung ist.

Es gibt etliche Kunden, die "alternative" Softwareverteilungssysteme einsetzten (das schließt älteren Versionen von SCCM/SMS ein) und die volle Funktionalität von App-V (Dynamisches "Streaming", Benutzerbasierte Bereitstellung, Reporting-Funktionen) nutzen möchten.
Ginge jetzt der "VAS" komplett in SCCM auf, wären so komfortable Einsatzmöglichkeiten von App-V nur noch zusammen mit SCCM möglich, und dann sind wir wieder bei der Argumentation von Kundengröße und Strategischer Vision.

Es gibt auch Umgebungen, in denen durchaus positiv damit jongliert wird, dass die App-V-Hoheit eben nicht bei Meistern der Softwareverteilung liegt, sondern ein kleines Team an der komplexen Softwarebereitstellungstechnologie vorbei schnell Applikationen zur Verfügung stellen kann.

Ich denke, ähnlich wie bei anderen Lösungen (WSUS, MDT) ist es natürlich sinnvoll, die mächtigen Verwaltungsinfrastruktur von SCCM zu nutzen, um diese "Teillösungen" unter einer Haube zusammen zu fassen. Aber es sollte eben weiterhin die Möglichkeit einer eigenständigen, App-V-spezifischen Verwaltungsinfrastruktur geben.

Wenn Ihr genau lest, habe ich bisher nur von "Verwaltung" gesprochen. Ich denke es ist egal, ob denn nun das RTSP-Protokoll oder ein anderes Übertragungsprotokoll verwendet wird (BITS tut es wahrscheinlich genauso gut...).
Falko
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Re: SCCM 2007 und die Zukunft

Beitragvon Willmar.Heinrich am 22 Okt 2009, 16:06

@Sebastian:
Ich bin mit beiden Varianten konfrontiert worden und spreche, wie auch meine Vorredner, beiden ihre Existenzberechtigung zu. App-V als zusätzliche Technologie einführen, wo schon eine SCCM-Umgebung steht, ist ideal, da keine "konkurrierenden" Server eingesetzt werden müssen.
Die "alte" variante mit App-V-Servern ist genau so wichtig, dann wenn Unternehmen App-V neu einführen wollen und eben bisher keine Softwareverteilungslösung haben. Wenn jetzt noch App-V aus dem unseligen Zweckbündnis mit MDOP rausfallen würde, würde das den Durchbruch für App-V bringen....

Willmar
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Re: SCCM 2007 und die Zukunft

Beitragvon N.Luedemann am 22 Okt 2009, 21:11

Hallo Willmar,

App-V müsste aus meiner Sicht nicht aus dem MDOP herausfallen, da es dort thematisch eigentlich sehr gut aufgehoben ist und einen wesentlichen Anteil an einer "Desktop Optimization" hat... ABER - und da gebe ich Dir vollkommen recht - es wäre sinnvoll, es auch unabhängig davon lizenzierbar zu machen... die Koppelung an MDOP bzw. die RDS CALs ist nachvollziehbar und strategisch zweckmäßig, schränkt das Produkt in der Verbreitung aber (zumindest in Deutschland) enorm ein... (in anderen Ländern ist die Akzeptanz von MDOP nach meiner Erfahrung besser - hier wird es aber oftmals genau wie Software Assurance auch ganz anders positioniert)

Gruss,
Nico
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